Ein Jahrhundert Pfarreigeschichte

Ein Kurzführer

Die Anfänge der Lukasgemeinde liegen über 100 Jahre zurück. Die Pfarrstelle ist aus einer Vikariatsstelle hervorgegangen, die 1908 an der Karl-Friedrich-Gedächtniskirche eingerichtet wurde. 1928 erhob die Kirchenleitung das bisherige Vikariat zur zweiten Mühlburger Pfarrei und gab ihr den Namen Lukaspfarrei. Ihr Gebiet umfasste den gesamten Bereich zwischen Flugplatz und Westbahnhof. Die Lukasgemeinde gebrauchte für ihre Gottesdienste zunächst einen Saal in der Artilleriekaserne in der Moltkestraße. Seit 1935 die Markuskirche am Yorckplatz fertig gestellt war, nutzten Markus- und Lukasgemeinde das neue Gotteshaus gemeinsam.

Nach dem Krieg wuchsen die westlichen Vororte weiter an. 1954 wurde eine dritte Pfarrei an der Markuskirche geschaffen, die Westpfarrei, die das Gebiet der Lukasgemeinde südlich der Kaiserallee einschließlich des neu bebauten Mühlburger Feldes umfasste. Teile des Sprengels Markus-West sind nun vor rund zehn Jahren wieder der Lukaspfarrei zugeteilt worden.

Ebenfalls 1954 konnte die Gesamtkirchengemeinde Karlsruhe das Haus Hagenstraße 5 samt dem angrenzenden Gartengrundstück an der Ecke zur Seldeneckstraße ankaufen. Die Villa Ruh war 1929 von einem Fabrikanten als Wohnhaus gebaut und bei Kriegsende von den Amerikanern beschlagnahmt worden. Sie sollte nun zum Pfarr- und Gemeindehaus für Lukas werden, der Garten zum Kirchenbauplatz.

(von Kathrin Ellwardt)

Baustelle Lukaskirche Karlsruhe Bilder vergrößert betrachten Turm Lukaskirche Karlsruhe